Friedliches Miteinander

eine kleine Alltagsgeschichte

Die Ferien sind vorbei und damit die Schule wieder im Leben… sie rauschte gleich mit einem Referat in unser friedliches Miteinander. Die Situationen wiederholen sich ja gern, und auch dieses Mal schlägt das Thema abends auf – „Mama, mein Referat ist noch nicht fertig und es kann sein, dass ich morgen drankomme“ die Mimik belegt die große Not meines Gegenübers. Was sagt er wirklich: Ich brauche Hilfe, wärst Du bereit mich zu unterstützen.

Inzwischen habe ich mir angewöhnt einmal tief durchzuatmen. Mein Gedanke dazu: „Wenn ich höre „Mama, mein Referat ist noch nicht fertig, bin ich angespannt und besorgt, weil ich Streit fürchte und mir ein entspanntes Miteinander wichtig ist. Und ich bitte mich darum, meine Ideen zu äußern und abzuwarten was dann passiert.

Und wenn ich genau in mich hineinspüre, ist auch ärger und genervt sein auf meiner Gefühlspalette „Mal wieder auf den letzten Drücker“.

Nun gut, es ist wie es ist. Und das ist mein Lernfeld.
Verbunden mit dem Wunsch nach einem guten Miteinander starten wir in die Gestaltung des Referats. „Nein Mama, so sollen wir das nicht machen“, „nein Mama, das brauche ich nicht“, „nein, das gefällt mir nicht“.

Kennst Du das? Wohlwollend und ruhig helfen zu wollen, stattdessen in Hilf- und Ratlosigkeit zu rutschen? Mit meiner Erfahrung und Wissen täte ich mich so leicht das Referat zu gestalten – gleichzeitig, geht es um seine Entwicklung. Er soll sich mit dem Referat wohlfühlen, nicht ich. All das bewegt mich während der Abend fortschreitet.

Für mich lohnt es sich dorthin zu schauen, was ist das, das mich wirklich stresst? Wenn ich ehrlich bin, kommt der Druck aus der Ecke, selbst einiges geplant zu haben, das auf der Stecke bleibt. Ich hatte einen Plan bis zu dem Augenblick „Mama, mein Referat ist noch nicht fertig und es kann sein, dass ich morgen drankomme“.

Als ich an dem Punkt war, das zu erkennen und wurde es leichter. Im Umgang mit meinem Plan hatte ich jetzt die Freiheit neue Wege zu finden ihn der aktuellen Situation anzupassen.

Und plötzlich wurde es in mir leicht. Ab da lief es dann auch besser in der Zusammenarbeit.

Es lohnt sich, wenn auch nicht ganz einfach, sich auch in den laufenden Situationen kleine Augenblicke einzuräumen, um sich über die Situation zu heben und den Blick von außerhalb auf sich zu richten. Zu beobachten, was passiert gerade? Was ist da alles? Und sich so besser und besser kennen zulernen.

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