Warum Coaching gut ist

Warum Coaching, wenn doch irgendwie jeder Mensch mit Psychologie zu tun hat und dadurch schonmal zum Coach geworden ohne es konkret zu bemerken.
Dies beginnt in einem Gespräch mit einem engen Freund oder lieben Freundin und endet bei der Analyse des Kollegen oder Partygast auf der anderen Seite des Raumes.

Doch ist das gleiche wie Coaching (oder Therapie)? Eher nicht, denn wir verwechseln an der Stelle gern den vertrauten Umgang mit Situationen mit dem wirklichen Verständnis von Situationen – jeder hat Lebenserfahrungen gemacht, mit denen wir anderen zur Seite stehen können.  Wir nutzen den eigenen Menschenverstand um mit Rat und Tat anzubieten und haben damit selten den anderen vollständig im Blick. Erfahrungen, Beweggründe und Haltungen machen den Mensch in seiner Gesamtheit ist komplexer als man meint…der andere ist nicht ich und ich nicht der andere.

Dies soll den Wert eines freundschaftlichen Gesprächs nicht mindern. Doch auch das kennen wir: Wenn Menschen in Krisen wieder und wieder die gleichen Geschichten erzählen und all die guten Ratschläge nicht weiterführen oder Unterstützung nicht angenommen wird, steigt die Frustration und eine gewisse Ermüdung im Zuhören beginnt „nicht schon wieder das Thema!“.  Eine gern gewählte Reaktion ist das aus dem Kontakt gehen.

Auch haben Menschen gern Meinungen zu richtig und falsch, auch wenn der Erfahrungshorizont insgesamt fehlt – Nahezu jeder Fussballbegeisterte ist Coach am Spielfeldrang oder wir wissen welche politische Entscheidung getroffen werden soll ohne den weitereichende Blick im einzelnen zu haben.
Es ist wichtig, dass die eigene Meinung im Gespräch außen vor bleibt und nur der Weg-Suchende kann erkennen, wohin der nächste Schritt gesetzt werden kann.
Wie können wir Meinungen haben, ohne ihnen in Gesprächen Raum zu geben? Das ist eine Kunst, die gelernt sein will.

Coaches und Therapeuten lernen Werkzeuge, mit denen sich Weg-Suchende auf der Landkarte ihres Lebens Orientierung finden, sich neu ausrichten können ohne von Meinungen beeinflusst oder in Schubladen gesteckt zu werden….

Gewaltfreie Kommunikation unterstützt den Coachee auf der inneren Landkarte nicht nur neue Perspektiven zu öffnen, gleichzeitig liegt ein starker Fokus den vier Schritten. Interpretationen werden zu Beobachtungen, so dass klar ist, was ist Meinung und was ist Wirklichkeit. Wie kann der Coachee vom Denken zu Fühlen kommen, so dass Entscheidungen mit allen Sinnen getroffen werden. Wichtig ist auch zu spüren, ob der erarbeitete Weg auch zu dem führt wonach sich der Coachee sehnt, oder ob es um ganz etwas andere geht.

Es gibt gute Gründe sich Unterstützung außerhalb des eigenen Systems zu suchen, um Qualitäten wie Präsenz, Allparteilichkeit und Offenheit sicherzustellen damit die eigene Lösung gefunden und damit das eigene Leben gelebt wird.